LifeArt – Soziale Plastik – Werksatz – Permanente Kreation

Erweiterte Positionen aus verschiedenen Bereichen der Lebensforschung, Lebensgestaltung, und Kunst sind für mich wichtige Inspirationsquellen für ein Kunstverständnis, das soziale oder persönliche Prozesse, ästhetische Erfahrungsmomente und gesellschaftliche Wirkung als WERK versteht.

Ich versuche diese Ansätze in meinen eigenen Arbeiten und Räumen umzusetzen und sie in mein Handeln einfließen zu lassen. Diese Erlebens- und Erkenntnisprozesse öffne ich für gemeinsames Entdecken mit Übertragungen und Verbindungen von Kunst und Leben. Auf dieser Seite möchte ich meine aktuellen Anregungen teilen – als bewegende Impulse für euch.

Zu meinen Angeboten der SPIEL-RÄUME findest du hier Termine und Einblicke:

http://www.stein-lassen.de/index.php/laborieren

Zu meinen Angeboten der ERFAHR-RÄUME findest du hier Termine und Einblicke:

http://www.stein-lassen.de/index.php/bestaerken

Und das bewegt mich gerade: EINE KUNST MENSCHLICHER TRANSFORMATION

UNRUHIG BLEIBEN und uns ARTENÜBERGREIFEND VERWANDT MACHEN kann als menschliches Bestreben eine Wandlung und eine Zukunft ermöglichen, in der jegliches Lebendige – also Erde, Mineralien, Rohstoffe, Pflanzen, Insekten, Tiere, Menschen – nebeneinander in gegenseitiger Achtung existieren kann. Die derzeitigen Veränderungen unserer Lebensbedingungen mit Klimakatastrophen, Überbevölkerung, Artensterben, Kriegen können mit bewussten VERWANDTSCHAFTEN langfristig so gestaltet werden, dass ein Leben auf der Erde mit seiner Artenvielfalt sich weiter entwickeln kann. Ein neues Zeitalter beginnt.

Björk auf ihrem Album UTOPIA

Diese mich sehr ermutigende und herausfordernde Vision beschreibt Donna J. Haraway in ihrem Buch ‚Unruhig bleiben – Die Verwandtschaft der Arten im Chthuluzän‘. Sie stellt darin die gegenwärtigen gesellschaftlichen Zustände und Abhängigkeiten dar, die zu der Ausbeutung und Beeinflussung unserer Lebensgrundlagen und dadurch zur Vernichtung von vielen Lebensformen führen. Sie beschreibt dieses Zerstörerische in erschreckender Deutlichkeit und bezieht darauf gleichzeitig die Chancen und Möglichkeiten, die wir als Menschen mit all unseren sozialen, kooperativen, wissenschaftlichen, künstlerischen, geistigen Errungenschaften haben, um daraus Wege und Formen einer Transformation zu gestalten. Es geht bei diesen Möglichkeiten um Science Fiction – auf den Bedeutungsebenen von Spekulativem Feminismus, Science Fantasy, Science Facts, String Figures – als Erzählen, Weitergeben, Aufnehmen, Fallenlassen, Finden von Geschichten, die etwas vergangenes, gegenwärtiges, zukünftiges VERWELTLICHEN, also etwas in / auf die Welt bringen. VERWELTLICHEN finde ich eine wunderbare Benennung zu all dem, was als Ideen, als Umsetzungen, als Gestaltungen, als Materialien, als Miteinander, als Lebensräume zur Realität wird.

Die Entwicklung unseres menschlichen Bewusstseins und Verhaltens hin zu einem, sich in einer erdgebundenen Gesamtheit wahrnehmenden, einfühlenden und kooperierenden Existenz, wird in dem Buch anhand von zahlreichen natur- / geisteswissenschaftlichen sowie künstlerisch-poetischen Initiativen weiträumig aufgeblättert. Mit Forschungsprojekten und Projekten des Kunst- / Gestaltungsaktivismus, die verschiedenste Zugänge vereinen, um ein allen beteiligten Arten entsprechendes Einlassen zu ermöglichen, werden neue Perspektiven aufgezeigt, die entstehen, wenn tatsächlich ein gegenseitiges Interesse, eine gegenseitige notwendige Beziehung – VERWANDTSCHAFT – oder Abhängigkeit zur Ausgangsbasis des Forschens und Weiterlebens wird. UNS VERWANDT MACHEN steht dabei als Formulierung für ein ‚In Beziehung und Verantwortung gehen‘, womit nicht die familiäre Verwandtschaft gemeint ist: „Sich auf eigensinnige Art verwandt zu machen … Was muss durchschritten und was muss verknüpft werden, damit artenübergreifendes Gedeihen auf dieser Erde eine Chance hat; ein Gedeihen, das menschliche und anders-als-menschliche Wesen in die Verwandtschaft miteinschließt?“

Beispiele aus dem Buch zu wissenschaftlich-künstlerischen VERWELTLICHUNGEN um unruhig zu bleiben:

PIGEONBLOG von Beatriz da Costa war eine Kooperation zwischen Brieftauben, KünstlerInnen, IngenieurInnen und TaubenzüchterInnen zur Sammlung von wissenschaftlichen Daten über Luftqualitätsbedingungen. Pigeonblog war ein Versuch, DIY-Elektronik-Entwicklung mit einer Basis-wissenschaftlichen Datenerfassungsinitiative zu kombinieren, während gleichzeitig die Potenziale der Interspezies-Koproduktion auf der Suche nach resistentem Handeln untersucht wurden. Wie können Tiere uns helfen, auf soziale Ungerechtigkeit aufmerksam zu machen? Könnte ihre Fähigkeit, Aufgaben und Aktivitäten auszuführen, die Menschen auf diese Weise nicht ausnutzen können, unter Beibehaltung einer respektvollen Beziehung zu den Tieren sein?

https://sites.tufts.edu/surveillanceandart/2017/11/15/beatriz-da-costa-pigeon-blog/

Das CROCHET CORAL REEF ist ein weltumspannendes gehäkeltes Kunstwerk zum Erhalt der weltweit gefährdeten Korallenriffe mit ca. 8000 meist weiblichen Beteiligten in 27 Ländern. Die Zwillingsschwestern Christine und Margaret Wertheim bringen dieses Wachsen eines gehäkelten Riffes in die Welt als „sympoietische Verknotung von Mathematik, Meeresbiologie, Umweltaktivismus, ökologischer Bewusstseinsbildung, weiblicher Handarbeit, Textilkunst, Museumsausstellung und gemeinschaftlicher Kunstpraxis.“. Mit Projekten und Ausstellungen ihres ‚Institute for Figuring‘ wird ein erweitertes Verständnis von physikalischen und mathematischen Themen greifbar gemacht.

http://ginfuelledbluestocking.co.uk/wp-content/uploads/2014/01/IFF-CrochetReef-HowToHandout.pdf

http://theiff.org/about/about.html

AKO-PROJEKT – Bücher für Kinder in Madagaskar, die aussterbende Lemuren ins Bewusstsein bringen und sie Wiederbeleben, sind das Geschenk der Verhaltensforscherin Alison Jolly nach jahrzehntelanger liebevoller Beobachtung und Annäherung an diese Affenart. In den Büchern erzählt sie die Abenteuer von jungen kühnen Lemuren der verschiedenen Spezies, die Freuden und Gefahren ihres Lebensraumes und soziale Regeln durchleben. In Kooperation mit anderen WissenschaftlerInnen und KünstlerInnen bewahren diese Bücher eine Anstrengung für das Zusammenleben mit unseren tierischen MitbewohnerInnen.

http://www-personal.umd.umich.edu/~fdolins/berenty/ako/index.html

NEVER ALONE ist ein Computer-Weltspiel, das die Spielentwickler zusammen mit den Inupiat, einer First Nation Alaskas, entwickelt haben. Es vermittelt innerhalb der Spielhandlungen die Kultur der Inupiat und spielt an auf eine sich erwärmende und dahin schmelzende Arktis, die den Lebensraum der Inupiat bedroht. In der Rolle eines Inupiat-Mädchens und eines Fuches wird die Suche nach den Ursachen eines alles bedrohenden nicht-enden-wollenden Sturmes gespielt. Niemand handelt allein auf dieser mutigen Suche, um die Leute und ihr Land zu retten, in der auch animistische Wesen ihre Realität haben.

http://neveralonegame.com/game/

BLACK MESA ist das angestammte Land der Hopi und Diné, das den Navajo und Hopi als Reservat überlassen wurde. Das darin befindliche ergiebige Kohlevorkommen wird von Unternehmen vereinnahmt, der Abbau fordert immense Mengen an vorhandenem Quellwasser, das die Navajos und Hopis für Landwirtschaft und Schafzucht brauchen. Ein langer Konflikt um diese Lebensgrundlagen mit gewaltsamer Unterdrückung, Zwietracht und Vertreibung bestimmt das Leben. Der Erhalt der Navajo-Churro-Schafe durch Mithilfe von AktivistInnen und WissenschaftlerInnen stärkte die Hirtentätigkeit, den Wollhandel , das Weben und damit die ökologischen und sozialen Lebensbedingungen. Das ermutigt auch für die Forderungen für ihre Lebensgrundlagen und Initiativen unterstützen die Rechte der Navajo und Hopi, befassen sich mit dem Wassermangel, der Kohleausbeutung, der Lohnabhängigkeiten und Gesundheitsproblemen. Ein umfassendes Verweben von Ideen und Aktionen für ein Heilen der Erde und der erfahrenen Unterdrückung.

https://www.nativemovement.org/bmwc/

In einer utopischen Geschichte von CAMILLE, über fünf Generationen bis in das Jahr 2425, entwirft Donna J. Haraway im letzten Kapitel eine lebensgemeinschaftliche, genmanipulierte und bewusstseinserweiterte Evolution oder Transformation, die bedrohte Arten in Verbindung und mit gegenseitiger ‚Befruchtung‘ in ‚menschlichen‘ Körpern weiter leben lässt. Für mich eine vorstellbare, erleichternde und gleichzeitig atemberaubende Möglichkeit, wenn man sieht wie sich Genmanipulation und die künstliche Intelligenz schon in die menschlichen Körper hinein operiert.

Wie sehe ich nach dem Lesen dieses Buches meine Verwandtschaft zu anderen Arten, zu Steinen, die mich immer wieder ansprechen? Wie mache ich mich verwandt mit ihrem Wesen, das da ist und entsteht, wenn ich mit ihnen hantiere, sie bearbeite? Diese Frage und Herausforderung lässt mich belebend unruhig bleiben in meinen Berührungen, Bewegungen, Spielen und Verweltlichungen mit ihnen.

Meine Bitte um deinen KUGEL-SCHREIBER

37. SPIEL-RAUM für kreatialogisches Entdecken    2. März 2019

Wir spielen mit dem RUND um alles was ein Schreiben ist was ein Verschreiben ist und zwar so, als könnten wir das, als verstünden wir das … Wir spielen mit unserem ‘Ich bitte dich um das RUNDE in deinem Schreiben ‘ und zwar so als erfänden wir das, als verschenkten wir das – so wie die Bienen ihr lockendes Wissen umründen.

Ein Warten auf das Entdecken – die Zeit der Sand, den wir aufwühlen, ausstreuen, zerrieseln und hineinwerfen die Frühlingskonfetti, die Groschen und Cents … und die Hände darin, die erspüren – was ?`Und die Füße darauf, die Spuren machen – wohin ? Spuren irgendwie zart und kraftvoll im Berühren im Nebeneinander im Auftürmen nach oben im Kullern des Globus und des Körperpaares – mit den Flügel-Fächern – mit ausrollenden Papierbahnen, die zurück kommen – mit Worten in verschriebenen Wort-Spielen – im Balancieren auf Halbkugeln im auskullernden Ballspiel – die Kugel-Schreiber landen im Sand und immer im Raum ein Mitschwingen zu dem der Wagen-Bein-Heber näher hebt … eine weitrundige Erbittung unserer Kugel-Schreiber im Applaus im Verbeugen …

… bewegte Wabe verklebte Kreppbindung … Bienen verstehen durch ihr Wahrnehmen der Schwingungen der Vibrationen der getanzten Botschaften – und immer mit Verbindung zur Sonne … was sind unsere Mitteilungen des irgendwie Runden für einander ?

Die alte Reisetasche wie ein Gedicht, Äste stapeln, Spirale legen, besteinen und die kleinen einknöpfigen Rad-Achsen, die immer um eine Mitte drehen von da nach dort wie ein Rund immer eine Mitte hat um die es rund sein kann … darum dreht sich wohl das ganze Verstehen … aber manchmal fällt oder kullert oder fliegt oder spricht die Mitte doch aus dem Kreis und rückt ein Stückchen weiter und umrundet alles neu … und auch darum dreht sich wohl das ganze Verstehen … wie die Bienenschwärme ihre Nesttraube immer an neuen Ästen platzieren.

Aber auch : Dann und Wann wird die Mitte zur Spirale und findet kein zurück oder wird zum Knäuel und verschlingt das Rund oder wird zur Linie und dehnt sich unendlich zur Welle zur Schwingung …

Der SPIEL-RAUM ist ein Raum voller Materialien – mit Menschen voller kreativer Neugier – mit der Zeit als geduldige Begleiterin von schöpferischem Handeln – mit anderen als Gegenüber, um in Kontakt zu treten. Mit unterschiedlichen Materialien entstehen gestaltererische Kommunikationsvorgänge ohne Vorgaben. Ein spielerisches Entdecken, ein künstlerischer Dialog mit Zusammenspiel, bewegenden Prozessen und handelnder Wahrnehmung.

Offene ERMUTIGENDE Räume BEWEGENDE Begegnungen

Wo immer ich bin, wo immer wir uns begegnen entsteht ein Raum – ein Zwischenraum, den ich selbst mitgestalte. In unserer SPIEL-RÄUMEN laden wir ein, Räume der Bestärkung zu erleben und selbst zu initiieren – dem unbedeutenden Tun einen wunderbaren Sinn des Erkennens und des Momenthaften schenken – im Miteinander spüren und vermitteln, dass wir gemeinsam diesen Raum erschaffen und bewahren. Wir öffnen Räume der Kommunikation in den unerschöpflichen Sprachen unserer weiten menschlichen Ausdrucksfähigkeit.

Zukunftsforum 23. Nov. 2018 :

Ein SPIEL-RAUM zur Transformation unseres Bildungsbegriffes: Wie kann eine zukünftige Bildung zur Selbstbildung aussehen ? Wir erspielten und erarbeiteten dazu in einem Feld der erweiterten Ausdrucksmöglichkeiten Zugänge zu konkreten Fragen von inklusiver Selbstverständlichkeit.

draußen_lauschen 12. Jan. 2019 / 26. Jan. 2019 :

SPIEL-RÄUME in der Natur verbinden uns auf besondere Weise auch mit uns selbst. Zeit und Flüchtigkeit werden zu vertrauensvollen Begleiterinnen.

winterzeit wolkenzeit _ winterzeit ruhezeit _ winterzeit knospenzeit

zeiten der dunkelheit _ zeiten des lichtes _ schritte und übergänge im wandel

tulpen _ stämme _ schaffellzotteln _ felsenstücke _ edelnestersteine

open space 20. Jan. 2019 mit Caroline Knöbl und Wolfgang Schliemann :

Ein offener Raum über einen Zeitraum von 6 Stunden im Arthaus Altheim, in dem uns Materialien, Instrumente, Nichtwissen, Neugier und Achtsamkeit verbinden.

wir spielen wir klingen wir berühren wir halten inne wir ruhen wir sprechen wir waffeln

einfach sein _ präsent sein _ wir erwarten

wir erwarten die nährung die stärkung die weichen sessel

wir genießen tee teig zusammensein den sich öffnenden raum

BegegnungsWerkstatt im NaheRaum 25. Jan. 2019 :

LEBENSWERT – lebenswertes Bad Kreuznach _ ein SPIEL-RAUM-Abend der Rosenkohlsuppe mit Apfelkompott und Schokolade und mit uns so verschiedenen dilettantischen BewegerInnen, MusikerInnen, SorgerInnen, Baumeister- und WerkerInnen.

 

SPIEL-RÄUME sind Räume voller Materialien – mit Menschen voller kreativer Neugier – mit der Zeit als geduldige Begleiterin von schöpferischem Handeln – mit anderen als Gegenüber, um in Kontakt zu treten. Mit unterschiedlichen Materialien entstehen gestaltererische Kommunikationsvorgänge ohne Vorgaben. Ein spielerisches Entdecken, ein künstlerischer Dialog mit Zusammenspiel, bewegenden Prozessen und handelnder Wahrnehmung.

DAS UNFASSBARE – ein SIMPLES SPIEL

Meine Arbeit mit einem zu erfassen suchen – von irgendwie unfassbaren menschlichen Bereichen, Entwicklungen, Themen – führte mich zu 6 kurzen Texten. Sie kreisen um universelle Wahrheiten und menschliches Unvermögen, um träumerische Archetypen und poetische Sprachschöpfungen oder auch einfach um zufriedene, in sich versunkende Seinszustände. Ein Artikel über Filme von Joshua Oppenheimer Act of killing / Look of silence mit Tätern im indonesischen Völkermord 1965/66, ein Text über Jean Gebsers Bewusstseinsevolution hin zu einem aperspektivischen Zeitalter mit einem dynamischen Formverständnis, das Gedicht TOKIO VOGELHAUS  für Kazuko Shiraishi von Ira Cohen, 6 Ratschläge oder Wahrheiten des buddhistischen Mönches Tilopa, eine Darstellung des Flusses des kollektiven Unbewussten als eine archaischen Erbschaft nach C.G. Jung und Sigmund Freud und 6 eigene Fragen zu dem Fortbestehen von gesellschaftlichem / gemeinschaftlichem Leben in unterschiedlichen Menschheits-Epochen.

Ich gestalte dafür Raumsituationen, in denen bei performativen / tänzerischen Handlungen Objekte, Plastiken, Bilder entstehen, die ich fotografisch dokumentiere. Diese entstehenden „Werke“ geben meinen dabei erfahrenen Prozessen und Erkenntnissen eine Form und Gestalt.

Der HERZKÖRPER  sich dem Unfassbaren entgegen bereitend

Die VERZWEIGKÖRPER – eine Serie von 6 Holzplastiken

Der ERKENNTNISKÖRPER – verschiedene Selbst-Inszenierungen

Durch dieses in BEZIEHUNG SETZEN zu den Texten, das für mich eine Möglichkeit des intuitiven und teilweise bewussten ERFASSENS öffnet, wandelt sich das Unfassbare in mir zu einer intuitiven und teilweise bewussten HANDHABUNG mit persönlichen und menschheitsgeschichtlichen Elementen  – wie ein spielerischer Umgang, bei dem es um eine individuelle Wahrheit geht, mit der ich wiederum in BEZIEHUNG gehen kann – mit Themen, Objekten, Menschen, Natur.

Meinen eigenen Prozess führe ich jetzt gemeinsam mit anderen weiter in persönlichen SPIEL-RÄUMEN zum künstlerischen <> lebendigen  SELBST. Dabei ändern und öffnen sich meine persönlichen Erkenntniss-WERKE in mir und in den Objekten, sie verbinden sich zu neuen Konstellationen des unfassbar spielerisch Greifbaren.

mein lied für die serpentin-kröte _ meine steine für den rufenden vogel

  in CORNWALL Mullion / Gersick-an-awn Sept. 2018

diese unvorstellbare reise der kntinente, diese umwandlung zu serpentin unter immensen druck … die worte von donna j. haraway auf meiner reise : macht euch verwandt, keine babies … und ich versuche einen vorsichtigen zugang zu berühren : VERWANDT MACHEN … mit den felsen und der bucht pengersick / gersick-an-awn.

ist es irgendwie VERWANDT dieses fels gesicht wie eine serpentin-kröte – mit diesen rufenden zwischen wind und klippen gleitenden vögeln – mit der hand des bildhauers die versucht das unglaubliche zu berühren …

für immer : des bildhauers finger sind in zweifel, zu verteidigen oder zu kämpfen

niemals : fragen dies die finger dieses landes hier

ich begegne dieser serpentin-kröte an der bucht gersick-an-awn und ich begegne diesem kraftvollen gefühl einer verlockenden tiefe hilflos ausgeliefert zu sein oder einer unbewussten erinnerung : verängstigt durch eine vertraute hand … und ich versuche eine vorsichtige verbindung zu finden, zu berühren, zu dieser gewaltigen serpentin-transformation zwischen kontinentalplatten : VERWANDT MACHEN mit den wunden der steine … empfinden steine schmerz und freude ?

ich laufe weg : die raupe kreuzt meinen weg mit ihrem lied von zeit und zuversicht

ich laufe weg : die urlaubsgäste kreuzen meinen weg mit ihrem weg der leichtigkeit und alltäglichkeit

ich laufe weg : die zeichnung meiner versöhnung kreuzt meinen weg mit dem lied der einsicht

ich gehe zurück, ich versuche zu berühren _ ich beginne eine kleine skulptur zu schnitzen aus einem stück holz, das fähig ist VERWANDT zu machen mit der erdigen kröte und dem luftigen vogel _ ich beginne ein lied zu denken, eine verbindung zu verkörpern, die fähig sind VERWANDT zu machen mit der erdigen kröte und dem luftigen vogel

in würdigung der bildhauerin barbara hepworth : der bildhauer und der reisende folgen dem körper der landschaft – fühlend berührend schauend, durch verstand und hand und auge

Das UNSICHTBARE berühren

performativer-interaktiver Raum                       Wiesbaden tanzt  21. / 22. Sept. 2018

Sybille Kunkler / Rüdiger Steiner     

ein raum des loslassens, was die augen zu berühren erwarten _ ein schauen durch unsere fingerspitzen und zehenspitzen _ ein lauschen mit unserer haut _ ein neugierig staunend fasziniert sein

es sind da die filmbilder von gleitenden händen fingern > sie berühren die oberflächen die erinnerungen die elemente der erde den stoff des tuches

in diese bilder tanzen hinein die schatten unserer körper unserer bewegungen > sie berühren ein entdecken des spielerischen der gestalt des getrenntseins des verbindens der vorstellung des unsichtbaren

dazwischen tanzen unsere berührungen und die schattenspiele unserer bebegnungen > sie berühren unsere haut unsere netzhaut unsere hirnhaut sie berühren unser fühlen und gefühlen sie berühren ein mögliches vorstellbares erreichen des unsichtbaren

wir sind in musik und klängen zwischen materialien zwischen unseren spuren > wir berühren wellen von rhythmen schwingungen von melodien wir berühren das räumliche das fassbare das sichtbare die elemente der erde

was ist es das wir entstehen lassen das wir erkennen mit unseren tänzen > wir sehen uns selbst wir sehen uns gegenseitig manchmal sehen wir uns auch nicht _ wir streicheln uns mit federn hanf steinen draht wasser _ wir umarmen uns

was ist es das wir entstehen lassen das wir erkennen > wenn unsere nasen dem unsichtbaren lauschen wenn unsere ohren dem unsichtbaren lauschen wenn unsere hüften dem unsichtbaren lauschen wenn unsere füße dem unsichtbaren lauschen wenn wir zusammen aneinander lauschen

das UNSICHTBARE berühren ABDRÜCKE im UNSICHTBAREN hinterlassen

wir geben uns in die hände > mit dem wir formen geben