Zeichen Setzen _ WANDLUNGEN

Wie entstehen Zeichen und wie entsteht Wandlung ? Ich schweife ein bisschen umher mit Eindrücken meiner diesjährigen Reise durch Kroatien. Was FORMuliert sich in Zeichen, was zeigt sich, was bleibt Bestehen in Wandlungen ? Welche Zeiträume sind denkbar für mich, in denen sich Zeichen der Wandlung im Stein oder in mir oder in unserem Zusammenleben zeigen ? Ohne viel Wissen über die Entwicklungen unserer menschlichen Zeichen-Setzungen betrachte ich dieses Relief mit einem Erkennen von verbindender Bewegung mit Arbeit und Kommunikation. Wir Menschen bewegen uns – wir bewegen uns, um uns zu ernähren – wir verständigen uns dabei, weil wir irgendwie miteinander wirken müssen, um uns zu ernähren und zu erhalten. Und wir wandeln diese Kommunikation von der Geste, vom Laut zum Wort mit all ihren Zwischenräumen.

Wir Menschen finden Zeichen der Natur, entwickeln erste einfache Zeichen / Zeichnungen / Tänze und dann ein Alphabet – in Kroatien z.B. das glagolitische Alphabet – und können damit für alle verständlich etwas ähnliches FORMulieren. Diese Zeichen und Alphabete wandeln sich fortwährend in ihrer Zeichen-Form sowie ihren Bedeutungen – und bewahren doch – wenn auch manchmal weit entfernt – ihre ursprünglichen Grundformen. In diesen Spiel-Räumen des Verständlichen schweife ich gerne umher, wie in den Kalkbergen Kroatiens mit den Zeichen des Zusammenspiels von Sonne, Wasser und Stein. Ich erinnere die Wissenschaft mit ihrer Erkenntnis, dass das vielartige organische Leben auf der Erde durch die Beweglichkeit der Kontinentalplatten – also durch eine vielleicht auch als Kommunikation verstehbare Beziehung – möglich sein soll. Sie ermöglicht danach die Wandlung und Erneuerung von elementaren Teilchen und Verbindungen, die Organismen nähren.

Ich suche Zeichen und Formen unseres Zusammenkommens – ich suche die Einsamkeit … ich suche unseren Austausch – ich suche die Besinnung. Wir schaffen Räume für all das : den Tisch – die Pfade – die Boote – die Geschichten – die Tänze – das Lauschen … Räume des Momentes in Räumen des Vergänglichen in Räumen des Wandelbaren und  Wunderbaren. Wir fließen miteinander oder nebeneinander aneinander vorbei, wir berühren uns und wir prallen ab – Worte mit ihren Bedeutungen können wie Steine sein und fest manchmal unergründlich – magnetisch abstoßend anziehend und sie können wie Wellen sein und ungreifbar manchmal – spirituell forttragend versinkend. Das Fließen der Kommunikation im Fließen des Lebens.

Ich komme wieder zurück von der Reise und erinnere die kurze Begegnung mit der Heuschrecke auf dem Gipfel einer Insel und die Grillen mit ihrer Kommunikation des Flügelstreichens. Was spielt da alles mit, wenn wir Menschen in einen vielartigen Kontakt kommen und welche wunderbaren SPRACH-WANDEL-RÄUME lassen sich erfinden.

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