GEFÄHRT_INNEN zum GLÜCK

SPIEL-RAUM im Quidde-Zentrum München Neuperlach  25. Juli – 5. August 2018

Sammlungen _ Momente _ Eindrücke _ Gedanken _ Begegnungen zu gemeinschaftlichen / öffentlichen Räumen der Kunst und des Lebens

Der SPIEL-RAUM in dem ehemaligen Supermarkt, in der ehemaligen Stadtbibliothek, umgeben von einem recht großen Gebiet mit mehrgeschossigen Wohnhäusern, von Wegen mit Bäumen, von Einkaufszentren … der SPIEL-Raum mit der Idee Menschen mit sich selbst und mit anderen in Berührung zu bringen, in ein freies Gestalten zu bringen, ein Raum voller Materialien für ein spielerisches Entdecken, auch als Übungs- und Gestaltungsfeld für persönliche und gemeinschaftliche Prozesse.

Das Thema GEFÄHRT_INNEN ZUM GLÜCK ist gemeint als gegenseitige BEGLEITUNG und BESTÄRKUNG auf unseren Lebenswegen und den Wegen des Alltags, als Impuls zu einem künstlerischen, freien Bauen, Malen, Tanzen, Singen, Texten, Tönen, Musik machen … eine bespielbare, sich ständig verändernde Raumsituation / Installation entsteht … eine permanente „Performance“ unserer Handlungen findet statt … Fragen könnten so lauten : Bringt das GLÜCK uns zusammen oder suchen wir uns, weil wir GLÜCKLICH sind …

Wir bespielen zu zweit den SPIEL-RAUM, wir werfen mit Bällen, fangen sie, finden Worte : „ich rufe euch“ … „ich fange unser Glück“ … „es ist beweglich das Glück“ … „es kann sich ausbreiten das Glück“ … „Um das, was im Leben notwendig ist, darum kümmern wir uns. Warum nicht ebenso aktiv um das Glück?“ … „Das Glück herausfordern“ … „Heute ist nicht mein Glückstag oder doch?“ … „Versuchen Sie ihr Glück“ … „Dem Glück auf die Sprünge helfen“ … All diese verspielten Momente des Alltags und im SPIEL-RAUM sind bereit und offen das GLÜCK zu transportieren – dem GLÜCK Gefährtin und Gefährte zu sein. Es entstehen Wege, Brücken, Rhythmen, Ornamente als Verbindung zu einer Anwesenheit des GLÜCKS, das der HANS IM GLÜCK mit dem Genießen des Naheliegenden ergriff – so erzählt es das Märchen auf jeden Fall. Mit der Einfachheit des GLÜCKS spielen, es gestalten in Geburt _ Liebe _ Musik _ Hilfsbereitschaft _ Dankbarkeit …

Kinderspiele mit Bällen – mit Federbällen, mit Bällen auf Trommeln und Körpern – ein Gefährte sein in diesem Spiel … „Spiel doch mit mir“„was wollt ihr denn spielen … ein Glück-Gefährt mit Kleberollen und Bällen und silbernen Schellen … uns selbst zuhören, wenn unsere Hände etwas machen, berühren, entdecken und dann auch uns anderen zuhören … die Spuren des kindlichen Spiels wollen nichts hinterlassen – die Spuren unserer erwachsenen spielerischen Kommunikation sucht Zeichen zu hinterlassen …

HIER bleiben _ MIT wirken _ das Leben mit dem EIGENEN bereichern … gibt es eine soziale Verantwortung von Kunst : im SICHTBAR MACHEN von Ungesehenem, von Ungerechtigkeit, von dem, was nicht gesehen werden will – im SICHTBAR MACHEN von Schönheit, von Schönheit in uns selbst, von Schönheit in anderen, von Schönheit zwischen uns, von Schönheit in der Umwelt – im SPÜRBAR MACHEN der Sinne, im BERÜHRBAR MACHEN des Sinnlichen … zwei Mädchen malen Glück auf russisch und tschechisch, malen Bilder „Das Glück steckt in Neuperlach-ZOO“

Ich  bastel Schildkröten-Objekte aus den entstandenen Dingen / Bildern, ich schreibe den Satz dazu UNSER GLÜCK BERÜHREN … ich verteile diese Objekte an den Bäumen des Weges zwischen den Wohnhäusern, puste Seifenblasen, verteile  GLÜCK … im SPIEL-RAUM lege ich ein großes Papierfeld auf den Boden und sammel darauf die Spuren, danke den Momenten, in denen sie entstanden sind und allen Mitspieler_innen … eine Landschaft des GLÜCKS entsteht, bevor sich der SPIEL-RAUM leert …  in vielen Begegnungen wird der Abriss dieses Quidde-Kultur-Zentrums angesprochen und die versprochenen neuen Räume in den entstehenden Gebäuden – glauben wir daran … auch die Bagger und Kräne können Gefährt_Innen des GLÜCKS werden, das sich vom erdnahen Haus der Schildkröte bis zu den wolkennahen, manchmal vereinzelnden Wohnstätten seine SPIEL-RÄUME schafft.

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